Arbeiten aus 2007
Constanze von Appen: Interkulturelle und internationale Kinder- und Jugendarbeit am konkreten Beispiel des Children’s International Summer Villages (CISV). Diplomarbeit. Leuphana Universität Lüneburg. Bereich Sozialwesen. Gutachter: Prof.Dr. Gisela Adam-Lauer, Prof.Dr. Jan Vink. Juli 2007.
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Einwanderungsland mit einer Vielfalt unterschiedlicher Kulturen und Nationalitäten, die bereits schon im Schul- oder Vorschulalter miteinander in Berührung kommen. Pädagogische Programme im Rahmen der Internationalen Kinder- und Jugendarbeit einen geschützten Rahmen der Begegnung zwischen den Kulturen und Nationen. Die Diplomarbeit geht der Fragestellung nach, ob internationale Kinder- und Jugendarbeit eine vermindernde Wirkung auf Rassismus und Fremdenfeindlichkeit haben. Am Beispiel der Children’s International Summer Villages wird diese Frage beantwortet. Die Autorin geht in ihrer Arbeit auf theoretische, rechtliche und historische Entwicklungen der Begriffe ‚Kindheit’ und ‚Jugend’ ein und setzt diese in Verbindung mit der Internationalen Kinder- und Jugendarbeit. Als konkretes Beispiel einer Maßnahme dienen die Children’s International Summer Villages, welche mit Hilfe eines Fragebogens durch die Teilnehmer evaluiert werden. Abschließend werden die Ergebnisse auf die Ziele der internationalen Kinder- und Jugendarbeit bezogen und ausgewertet.
Michaela Bradl: Europa in den Kinderschuhen- Über das Herausbilden einer (europäischen) Identität bei jungen Menschen aus binationalen Familien in Deutschland. Diplomarbeit, Erziehungswissenschaftliches Institut, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Gutachter:,
Februar 2007.
In Deutschland wird heute jedes vierte Kind in einer binationalen Ehe geboren. Aus dieser Herkunft ergeben sich Folgen für die Wahrnehmung dieser Kinder durch andere, aber auch für die eigene Identität und dem Umgang mit kulturellen bzw. nationalen Unterschieden.
Im Zentrum der Diplomarbeit steht das das Erleben des Alltags junger Menschen, die in binationalen Familien mit einem deutschen Elternteil und einem Elternteil aus einem anderen europäischen Land aufwachsen. Weiterhin untersucht die Autorin den Zusammenhang zwischen Binationalität und der Europaorientierung Jugendlicher. Behandelt werden sowohl theoretische Konzepte der Binationalität und europäischer Identität, als auch statistische Daten über Binationalität in Europa dargestellt. Anhand qualitativer Interviews mit Jugendlichen, welche in binationalen Familien aufwuchsen, wirft die Autorin einen Blick auf das Leben dieser Jugendlichen. Anschließend stellt sie Fragen nach der Einstellung zu Europa und dem Denken über Chancen bzw. Risiken, die mit der EU verbunden werden. Die Ergebnisse der Untersuchung werden abschließend auf die Handlungsfelder Pädagogik und Politik bezogen und es werden Möglichkeiten der Weiterentwicklung von politischer Bildung mit bikultureller Thematik und europäischer Identitätspolitik gegeben.
Celine Chang: Veränderungen von Selbstschemata im Kontext der Teilnahme an internationalen Workcamps. Dissertation. Universität Hildesheim. Institut für Psychologie. Gutachter: Hede Helfrich-Hölter, Prof. Dr. Alexander Thomas. Oktober 2006
Die Arbeit entstand als Dissertationsprojekt am Institut für Psychologie der Universität Hildesheim und wurde 2006 publiziert. Inhalt der Dissertation sind die Wirkungen kurzfristiger Austauschprogramme, insbesondere internationaler Workcamps, auf ihre Teilnehmer. Untersucht werden Veränderungen in den Selbstschemata der Befragten, die im Kontext mit der Teilnahme an den Workcamps standen. Theoretisch ordnet die Arbeit den Programmtyp „Internationale Workcamps“ in das Feld der Internationalen Jugendarbeit ein. Ausgehend von früheren Erkenntnissen der Austauschforschung gelangt die Autorin zum Ergebnis, dass es vor allem eine veränderte Sicht auf die eigene Person bzw. die eigenen Fähigkeiten sei, die von der Teilnahme an einem internationalen Workcamp verändert würden. Sie entwickelt ein theoretisches Rahmenmodell , welches auf psychologischen Konzeptionen des „Selbst“ beruht und stellt so ihre zentrale Forschungsfrage nach den veränderten Selbstschemata im Rahmen der Teilnahme an internationalen Workcamps. Der empirische Teil der Arbeit untersucht anhand von Interviews mit ehemaligen Teilnehmern von Workcamps die Selbstschemata, die durch die Teilnahme aktiviert werden. Weiterhin werden Skalen zur Erfassung dieser Selbstschemata entwickelt. In einer weiteren Studie wird die befragte Gruppe mit einer Kontrollgruppe erneut drei Monate nach der Teilnahme befragt, um die Stabilität der Effekte zu überprüfen. Celine Chang kommt schließlich zu dem Ergebnis, dass die Teilnahme an internationalen Workcamps bei den befragten Teilnehmern zur Verstärkung von Kontaktfähigkeit, Selbstwirksamkeit und einer differenzierteren Sicht auf die eigene und die Fremdkultur führt. Auch eine relative Stabilität konnte für die Veränderungen nachgewiesen werden. Erfahrungen im Rahmen internationaler Workcamps fördern daher auch die interkulturelle Kompetenz.
Vera Eickmann: Interkulturelle Pädagogik. Theorie und Praxis am Beispiel internationaler Jugendarbeit, Diplomarbeit, Fachhochschule Fulda, Fachbereich Sozialwesen, Gutachter: Prof.Dr. Andrea Hilgers, Prof.Dr. Kurt Feldmann, Juli 2007.
Internationale Migration und die sich daraus ergebende multikulturelle Gesellschaft, europäischen Einigung und Globalisierung machen interkulturelles Lernen zu einem wichtigen Erfordernis der heutigen Zeit. Die Interkulturelle Pädagogik und die Internationale Jugendarbeit bieten Möglichkeiten des Umgangs mit kulturellen Unterschieden und des gemeinsamen Lernens in einer globalisierten Welt. Ausgehend von theoretischen Betrachtungen zu Kulturbegriffen und der interkulturellen Kommunikation werden Konzepte der interkulturellen Pädagogik vorgestellt. Weiterhin wird die praktische Relevanz und Anwendung der interkulturellen Pädagogik für Fachkräfte und Adressaten der Jugendarbeit dargestellt. Am Beispiel eines Begegnungsprojektes deutscher und rumänischer Jugendlicher im Jugendladen Aschenberg wird die internationale Jugendarbeit praktisch beschrieben.
Michael Ellerbrok: Das Globale lokal erforschen- eine ethnographische Suche nach kosmopolitischer Solidarität. Diplomarbeit. Fakultät für Sozialwissenschaften. Ludwig-Maximilians-Universität München. Gutachter: Prof. Dr. Ulrich Beck, Michael Schillmeier Ph.D. März 2007.
Das Alltagsleben vieler gesellschaftlicher Gruppen basiert auf Vorstellungen vom Globalen, gleichzeitig sind lokale Phänomene aber auch immer häufiger global verfügbar. Durch die internationale Jugendarbeit wird z.B. in europäischen Begegnungszentren ein Raum der Verbindung des Lokalen und Globalen geschaffen. Die soziologische Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Theorie der transnationalen bzw. kosmopolitischen Solidarität in Europa und deren Verwirklichung im Leben der europäischen Bürger. Da sich Lokales und Globales in gegenseitiger Wechselwirkung befinden, wählt der Autor zur empirischen Erforschung des Themas Organisationen und Institutionen, die mit ihrer Arbeit die kosmopolitische Solidarität fördern. Ausgangspunkt für die Forschungsfrage bildet die Theorie des Kosmopolitismus von Ulrich Beck. Anhand der Analyse nichtfachlicher Dokumente, der teilnehmenden Beobachtung und Leitfadeninterviews versucht der Autor eine empirische Annäherung an das theoretische Konstrukt der kosmopolitischen Solidarität. Anschließend werden die theoretischen Erkenntnisse mit den empirischen Ergebnissen verknüpft.
Jessica Enders: Befriedungs- und Bildungspolitik deutscher und internationaler Hilfsorganisationen in Vukovar seit 1998. Diplomarbeit. Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg. Institut für Interkulturelle Pädagogik. Gutachter: Prof.Dr. Rolf Meinhardt, Dr. Michael Fritsche. Oktober 2007.
Vukovar in Kroatien ist eine Stadt, die größtenteils durch den Krieg im ehemaligen Jugoslawien zerstört wurde. Bis heute bietet sich ein Bild der ethnischen Trennung zwischen den dort lebenden Kroaten und Serben. Obwohl sie nicht unmittelbar den Krieg erlebt haben, sind Kinder und Jugendliche, die an diesem Ort leben in starkem Maße von der gesellschaftlichen Situation betroffen. Die Diplomarbeit hat die Beschreibung der Arbeit nationaler und internationaler Organisationen, die einen Beitrag zur Befriedung in Vukovar/Kroatien, geleistet haben, zum Ziel. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Einfluss den diese Organisationen auf die Verminderung der ethnischen Segregation in Schulen und der sozialen Rekonstruktion der Gesellschaft haben. Den Ausgangspunkt der Arbeit bilden die historische Analyse des Krieges im ehemaligen Jugoslawien und die Beschreibung der Schul- und Alltagssituation Jugendlicher in Vukovar unter besonderer Berücksichtigung der ethnischen Trennung. Auf der Grundlage von Gesprächen mit dort tätigen Organisationen und der Analyse von Texten wird deren Tätigkeit untersucht. Ein Ausblick fasst die gesammelten Informationen zusammen und wirft einen Blick auf Chancen, die sich durch Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen in dieser Stadt ergeben.
Hanna Hause: Globales Lernen in den CISV-Camps eine konstruktiv-kritische Bestandsaufnahme. Staatsexamensarbeit. Institut für Geographie. Christian-Albrechts-Universität Kiel. Gutachter: Prof. Dr. Wilfried Hoppe, Prof. Dr. Horst Sterr. April 2007.
Die Globalisierung von Wirtschaft, Politik, Umwelt und Kultur etc. führt zur internationalen Verflechtung verschiedenster Lebensbereiche, die neue Probleme entstehen lassen, mit denen Gesellschaft und Individuum umgehen lernen müssen. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung wird das Bildungskonzept des „Globalen Lernens“ zum Inhalt der schulischen und außerschulischen Jugendbildung.
In den Children’s International Summer Villages treffen sich in ihren Sommerferien 48 Kinder aus 12 verschiedenen Ländern und haben so erstmals eine Möglichkeit der internationalen Begegnung mit Gleichaltrigen. Die Autorin geht der Frage nach, inwieweit das Konzept des Globalen Lernens während der CISV verwirklicht werden und damit einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten kann. Die Arbeit gibt einen theoretischen Überblick über das Konzept des Globalen Lernens und beschreibt die Organisation CISV. Anschließend wird anhand qualitativer Interviews mit Teilnehmern der CISV Kindercamps analysiert, ob und wie die Ziele des Globalen Lernens während der Camps realisiert werden.
Tatjana Hofmann: Auslandserfahrung als Bildungselement. Studierendenaustausch zwischen Berlin und Moskau, Magisterarbeit, Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität Berlin, Gutachter: Prof. Dr./PD Dr. Stefan Beck.
Gegenstand der Arbeit ist der Austausch zwischen Studierenden der Humboldt Universität Berlin und ihrer Partneruniversität in Moskau und die jeweilige Bedeutung, die diesem Auslandsaufenthalt von Seiten der Teilnehmenden beigemessen wird. Ausgehend von einem Überblick über die Geschichte und den Forschungsstand des Studierendenaustauschs vergleicht die Autorin anhand qualitativer Interviews mit deutschen und russischen Studierenden deren Wahrnehmungen, Erfahrungen und Bedeutungszuschreibungen, die sie mit der Universität und dem Ort des Auslandsaufenthalts verknüpfen. Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Wissensbildung über den Austauschort/ das Austauschland werden dargestellt und der Auslandsaufenthalt von Seiten der befragten Personen biographisch bewertet.
Georg Lipphardt: Die Übertragbarkeit von Fanarbeitskonzepten aus Deutschland auf osteuropäische Verhältnisse am Beispiel Ukraine. Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Gewalt im ukrainischen Fußball. Diplomarbeit. Alice-Salomon-Fachhochschule für Sozialarbeit/-pädagogik. Gutachter: Thomas Jelinski, Prof. Dr. Birgit Rommelspacher. November 2006.
Nach dem Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion finden extremistische Vereinigungen in vielen Nachfolgerstaaten erhöhten Zulauf. Auch in der ukrainischen Hooliganszene ist Rechtsextremismus weit verbreitet. Bisher gab es jedoch, bis auf gewaltsames Einlenken staatlicher Sicherheitsorgane, keinerlei Beschäftigung, z.B. sozialpädagogischer Art mit diesem Problem. Die Diplomarbeit versucht in Deutschland bewährte Fanarbeitskonzepte auf ukrainische Verhältnisse zu übertragen und so einen Beitrag zur Veränderung der derzeitigen Situation zu leisten. Hierzu wird die Geschichte des Fußballs und der Fankulturen in der Ukraine analysiert und auf die Entwicklung in der Hooliganszene eingegangen. Ein Pilotprojekt zur Etablierung eines Netzwerkes von Fanprojekten soll ausgesuchte Personen aus der Ukraine in Deutschland durch Theorievermittlung und Praktika für die soziale Fanarbeit ausbilden. Abschließend versucht der Autor die Fragen nach der Anwendbarkeit und Realisierbarkeit des Konzeptes in der ukrainischen Fanszene zu beantworten.
Birgit Mathissen: Bildungsprozesse in internationalen Jugendbegegnungen. Diplomarbeit. Institut für Erziehungswissenschaft. Universität Mainz. Oktober 2007.
Globalisierung und Migration machen das Leben des Einzelnen komplexer und vielfältiger, stellen aber gerade auch Jugendliche vor neue Herausforderungen. Internationale Jugendarbeit bietet jungen Menschen die Möglichkeit der Begegnung und des Erlernens des Umgangs mit Unterschiedlichkeit auf neutralem Raum. Das Ziel der Diplomarbeit ist es, Lern- und Bildungsprozesse, die durch internationale Begegnungen angeregt werden, aufzuzeigen. Weiterhin beschreibt die Autorin Möglichkeiten und Chancen, aber auch Schwierigkeiten der internationalen Jugendarbeit.
Theoretische Begriffe zu Kultur und interkulturellem Lernen bilden die Grundlage, auf der die Arbeit Strukturen, Konzeptionen und Ansätze internationaler Jugendarbeit beschreibt.
Durch Befragungen mit ehemaligen Teilnehmern internationaler Jugendbegegnungen sollen deren subjektive Wahrnehmung der Erlebnisse während einer Begegnung analysiert werden und daraus Rückschlüsse auf Lernerfolge gezogen werden. Hieraus entwickelt die Autorin Empfehlungen an Theorie und Praxis internationaler Begegnungsmaßnahmen.
Lilian Iris Meder: Teilnahme an internationalen Workcamps: Besitzt sie eine Bedeutung für die Entwicklung sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung? Qualitative Interviews mit jungen Erwachsenen. Diplomarbeit. Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Institut für Psychologie. Gutachter: Dr. Hans-Wolfgang Linster, Juni 2006.
Neben gesellschaftlichen und politischen Veränderungen sind es Lockerungen der familiären Bindungen, die Jugendliche vor neue Anforderungen stellen. Auch die interkulturelle Kommunikation wird aufgrund wachsender Internationalisierung und Globalisierung zu einer wichtigen Kompetenz. Mittlerweile bieten verschiedenste Programme, z.B. Freiwilligendienste wie der Zivildienst oder das Freiwillige Jahr in Deutschland, für junge Menschen eine Chance, mit diesen Anforderungen umgehen zu lernen und sich in fremden und vielfältigen Bereichen zu orientieren. Internationale Workcamps sind kurzfristige freiwillige Dienste, durchgeführt von verschiedenen Organisationen mit unterschiedlichen Hintergründen und Inhalten. Allen gemeinsam ist jedoch das Ziel, den Kontakt über Landesgrenzen hinweg herzustellen und interkulturelle Gemeinsamkeiten oder Unterschiede erfahrbar zu machen. Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen problemzentrierte Interviews, die der Frage nachgehen, ob die Teilnahme an internationalen Workcamps aus subjektiver Sicht der Teilnehmenden einen Einfluss auf die Entwicklung gesellschaftlicher und sozialer Verantwortung besitzt. Die Autorin geht weiterhin auf die praktische Umsetzung, die sich aus der Veränderung gesellschaftlicher Verantwortung ergibt ein, und diskutiert diese Ergebnisse im abschließenden Teil.
Beate Meyer: Das Auftreten psychosozialer Krisen bei Jugendlichen während einer Ferienfreizeit. Forderungen an gemeinnützige Veranstalter. Diplomarbeit. Georg-Simon-Ohm Fachhochschule Nürnberg, Fachbereich Sozialwesen, Gutachter: Prof. Dr. V. Schulz, Juli 2005.
Die Arbeit beschäftigt sich mit psychosozialen Krisen von Jugendlichen während einer Jugendreise. Diese sind als Notfälle zu werten und stellen für alle Beteiligten eine hohe Belastung dar. Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit die gemeinnützigen Veranstalter und ihre ehrenamtlichen Betreuer auf diese Vorfälle vorbereitet sind. Auf der Grundlage aktueller Fachliteratur werden zuerst nötige Hintergrundinformationen gegeben, um daran anschließend drei Beispiele psychosozialer Krisen von Teilnehmern einer Ferienreise anzuführen. Anhand einer qualitativen Betreuerbefragung erfolgt eine detaillierte Untersuchung dieser Fallbeispiele. Das Ergebnis verdeutlicht, dass die Veranstalter und ihre Betreuer nicht ausreichend auf potentielle Krisen von Teilnehmern vorbereitet sind. Zur Stärkung der Qualität des gemeinnützigen Jugendtourismus müssen die Veranstalter sich mit psychosozialen Krisen bei Jugendlichen auseinandersetzen, um angemessen auf diese reagieren zu können. Es wird daher eine ausreichende Vorbereitung der Veranstalter auf potentielle Notfälle und eine gezielte Betreuung der Reisegruppen gefordert.
Margret Rudolph: Konzeption für Begleitetes Wohnen und Aufsuchende Sozialarbeit für Obdachlose und von Obdachlosigkeit Bedrohte in Sibiu/Rumänien. Diplomarbeit. Fachbereich Sozialwesen. Fachhochschule Zittau/Görlitz. Gutachterinnen: Prof. Dr. Annette Drews, Prof. Dr. phil. Jutta Blin. Juni 2007.
Rumänien ist eines der Länder in der Europäischen Union, deren soziale und wirtschaftliche Lage von großen Problemen gekennzeichnet ist. Nach wie vor sind deshalb regelmäßige Hilfsmaßnahmen seitens der westeuropäischen Länder notwendig, die sich aber oftmals nur auf oberflächliche Symptome beschränken und die Möglichkeiten der Eigenhilfe nur unzureichend berücksichtigen. Ein Projekt einer langfristigen Intervention in einer evangelischen Kirchengemeinde in Sibiu stellt die Diplomarbeit vor. Sie liefert ein theoretisches Konzept für die Kirchengemeinde, dem Hilfebedarf obdachloser Frauen und Familien zu begegnen. Die Autorin geht auf die soziale Situation in Rumänien ein, sowie anhand von Fallbeispielen der Lebenssituation der von Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen. Anschließend werden mit dem begleiteten Wohnen und der aufsuchenden Hilfe Interventionsformen für die beschriebene Obdachlosigkeit vorgestellt und schließlich theoretische Konzepte mit praktischen Beispielen verknüpft.
Olivia Neeff: „Kinder sind Urquelle der Freude“- Auswirkungen internationaler Freiwilligendienste auf die Biografie ehemaliger Volontäre. Diplomarbeit. Fachbereich Soziale Arbeit. Evangelische Fachhochschule Freiburg. Gutachter: Prof. Dr. Bernd Seibel, Prof. Dr. Wilhelm Schwendemann. Mai 2007.
Ein Freiwilligendienst in sozialen oder ökologischen Einrichtungen im Ausland wird bei Jugendlichen als Überbrückungs- oder Orientierungsmöglichkeit nach dem Schulabschluss immer beliebter. Inhalt der Diplomarbeit sind die Erlebnisse und Auswirkungen internationaler Freiwilligendienste auf das private und berufliche Leben ehemaliger Freiwilliger. Anhand qualitativer Interviews werden diese Fragen beantwortet. Weiterhin werden Konzepte der Ehemaligentreffen und Programme zur psychosozialen Begleitung Freiwilliger vorgestellt. Da sich ehemalige Volontäre oftmals auch nach ihrem Auslandsaufenthalt noch in der internationalen Jugendarbeit engagieren, zeigt die Autorin in einem weiteren Kapitel Chancen und Bereiche dieses Engagements auf. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Einrichtungen der Pädagogik von Don Bosco, in welcher auch die Autorin ihren Freiwilligendienst absolvierte.
Hanna Neuhaus: ASA-Intern. Konzeption, Umsetzung und Einsatz einer Kommunikationsplattform für eine bestehende face-to-face Gemeinschaft am Beispiel des ASA-Programms. Diplomarbeit. Fachbereich Informatik. Universität Bremen. Gutachterinnen: Prof. Dr. Heidi Schelhowe, Prof. Dr. Susanne Maaß. August 2006.
ASA ist eine Organisation, die die Möglichkeit zu Studien- und Arbeitsaufenthalten in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa in Form von Stipendien fördert. Vor, während und nach ihren Auslandsaufenthalten sind der gegenseitige Austausch und die Vernetzung zwischen den Stipendiaten sehr wichtig. Hierbei bietet sich das Internet als modernes Medium an. Im Zentrum der Arbeit aus dem Fachgebiet Informatik steht die Konzeption und Umsetzung einer Kommunikationsplattform für die Mitglieder der ASA-Gemeinschaft.
Beginnend mit den theoretischen Grundlagen von Gemeinschaften und deren Strukturen wird der Ansatz des Blended Learning auf die Plattform und die Bildungsarbeit des ASA-Programms angewandt. Ziel ist es einen virtuellen Raum für die bereits bestehende Gemeinschaft der Stipendiaten zu schaffen. Die Ergebnisse können als Empfehlungen für die Weiterentwicklung virtueller Räume verwendet werden.
Ines Paland: Prinzipien und Probleme deutsch-mexikanischer Kommunikation am Beispiel eines Praktikumsprogrammes. Bereiche ‚kritischer Interaktionssituationen’, deren Verarbeitung und Wirkung. Magisterarbeit. Ludwig-Maximilians-Universität München. Fakultät für Germanistik. Gutachter: Prof. Dr. Jörg Roche, Prof. Dr. PD Willie van Peer. Juni 2007.
Im Zentrum der sprachwissenschaftlichen Arbeit steht die Interaktion zwischen deutschen und mexikanischen Teilnehmern eines Praktikumsprogramms mit Aufenthalt in Gastfamilien in Mexiko. Auf der Basis von Leitfaden Interviews wurden ‚kritische Interaktionssituationen’ aus der Teilnehmerperspektive beschrieben und hinsichtlich Verarbeitung und Wirkung für die weitere Interaktion untersucht. Die Grundlage der Untersuchung bilden Theorien über Kultur und deren Differenzen und der Umgang hiermit. Die Autorin zeigt auf, dass auch Probleme in der interkulturellen Kommunikation Reflexions- und Lernprozesse auslösen können, welche ein gegenseitiges Verständnis fördern. Aktuelle Entwicklungen aus der Austauschforschung werden aufgegriffen und die Lernprozesse bei den deutschen und mexikanischen Teilnehmern analysiert. Beispiele der deutsch-mexikanischen Kommunikation werden exemplarisch dargestellt und Empfehlungen für internationale Kurzzeitaustauschprogramme formuliert.
Melanie Pontiero: Anforderungen an die Antirassistische Pädagogik vor dem Hintergrund der Integrationssituation in Deutschland. Diplomarbeit, Fachbereich Sozialwesen, Fachhochschule Koblenz, Gutachter: Prof. Dr.Friesenhahn, Prof.Dr. Kniephoff-Knebel, Juli 2007.
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Einwanderungsland, das sich im öffentlichen Diskurs erst seit kurzer Zeit als solches versteht. Dies hat zur Folge, dass die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in vielen Fällen in nicht ausreichender Form statt findet. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der sozialpädagogische Umgang mit der kulturellen Vielfalt in der Gesellschaft, um soziale Benachteiligungen, sowie Diskriminierung und Rassismus abzubauen. Ausgehend von der Darstellung der Geschichte der Migration in Deutschland, werden verschiedene Integrationsmodelle vorgestellt und der Begriff Integration kritisch diskutiert. Die Hindernisse, die einer gelungenen Integration von MigrantInnen im Wege stehen werden vorgestellt und verschiedene Strömungen der Pädagogik, auf ihren Beitrag zur Integration von Migranten hin überprüft. Die Autorin stellt die Antirassistische Pädagogik als Chance für Einwanderer in Deutschland vor, da diese nicht einseitig auf kulturelle Unterschiede fokussiert und ihnen die Möglichkeit gibt, gleichberechtigte Mitglieder einer Gesellschaft zu werden.
Mira-Kristin Rolke: Missverständnisse im interkulturellen Diskurs. Eine Untersuchung des AFS Schüleraustauschprogramms, Magisterarbeit, 2007, Universität Hamburg, Gutachter:
AFS ist eine Jugendaustauschorganisation, deren Ziel es ist, durch einen meist einjährigen Schüleraustausch zur Verständigung zwischen Nationen durch die Entsendung von jährlich mehr als 11.000 Jugendlichen aus ca. 60 Ländern beizutragen. Um das erfolgreiche Gelingen dieser Austauschprogramme zu gewährleisten, werden von der Organisation Vorbereitungsseminare zur interkulturellen Kommunikation durchgeführt. Diese Seminare behandeln jedoch die Missverständnisse, welche im interkulturellen Diskurs, bspw. mit Gasteltern oder anderen Personen im Gastland durch die unterschiedlichen kommunikativen Präferenzen verschiedener kulturellen Hintergründen entstehen können, in nicht ausreichendem Maße. Die Autorin greift in ihrer sprachwissenschaftlichen Magisterarbeit dieses Defizit auf und stellt die Relevanz eines umfassenden Kulturverständnisses für die Entwicklung sprachlicher Kompetenz im Rahmen von Austauschprogrammen heraus. Ergebnis der Arbeit ist der Entwurf eines sprachlich ausgerichteten Moduls als Ergänzung für das bestehende Vorbereitungsprogramm des AFS Schüleraustausches USA. Die wissenschaftlich gewonnenen Erkenntnisse sollen so für Laien zugänglich gemacht und in Seminaren direkt für den praktischen Gebrauch verwendet werden.
Kerstin Seewald: Anforderungen an die Interkulturelle Bildungsarbeit im Hinblick auf die Auswirkungen der veränderten gesellschaftlichen Bedingungen im Zeitalter der Globalisierung. Diplomarbeit. Universität Lüneburg. Institut für Erziehungswissenschaft. Gutachter: Prof.Dr. Karl-Heinz Ignatz Kerscher, Prof.Dr. Matthias von Saldern. März 2007.
Globalisierung ist ein Phänomen, das nicht nur alle Teile der Welt beeinflusst, sondern auch innerhalb einer Nation Einfluss auf alle Gesellschaftsbereiche, so z.B. durch Migration etc., hat. Vor dem Hintergrund der Forderung zivilgesellschaftlichen Engagements des Einzelnen stellt sich die Frage nach den Anforderungen an die Pädagogik, die von den veränderten gesellschaftlichen Vorzeichen betroffen ist. Eine besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der Interkulturellen Bildung zu, die sich mit dem Zusammentreffen unterschiedlichster Kulturen beschäftigt. Die Zielsetzung der Arbeit ist es, Anforderungen an die interkulturelle Bildungsarbeit im Hinblick auf die Auswirkungen der veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Zeitalter der Globalisierung zu formulieren. Hierzu geht die Autorin auf soziologische Theorien der Globalisierung und die daraus resultierenden veränderten Machtverhältnisse in der Gesellschaft ein. Auf der Basis der Theorie werden die Anforderungen, welchen sich die Pädagogik im globalisierten Zeitalter stellen muss, formuliert und die Interkulturelle Bildungsarbeit als eine Möglichkeit der Umsetzung dieser Ziele dargestellt. Globales Lernen, als pädagogisches Konzept, das eine Forderung nach globaler Gerechtigkeit beinhaltet, wird als notwendige Ergänzung der Interkulturellen Bildung genannt und einer eingehenden Betrachtung unterzogen.
Dorothea Schmidt: Die Bedeutung kultureller Identität im Hinblick auf eine integrative identitätsfördernde Jugendarbeit am Beispiel russlanddeutscher Jugendlicher in Deutschland. Diplomarbeit. Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Fakultät für Pädagogik. Gutachter: Prof.Dr. Claus Mühlfeld, Esther Vornholt. Oktober 2007.
Russlanddeutsche oder Spätaussiedler bilden eine ca. 2,3 Millionen Mitglieder zählende Gruppe, die erst vor relativ kurzer Zeit nach Deutschland immigrierte. Gerade für Jugendliche stellt sich die Integration unter veränderten kulturellen Bedingungen im Aufnahmeland Deutschland nicht immer als einfach heraus. Am Beispiel russlanddeutscher Jugendlicher in Deutschland werden Hintergründe, Voraussetzungen, Bedeutung und Notwendigkeit gelingender Integration verdeutlicht und Anregungen für eine verstärkte Beachtung der kulturellen Identität in der integrativen Jugendarbeit gegeben. Die Arbeit behandelt sowohl die Geschichte, die maßgebend die kulturelle Identität der Russlanddeutschen beeinflusst, als auch die Integration russlanddeutscher Jugendlichen in der bundesdeutschen Gesellschaft. Die Stärkung und Förderung der Identität der Jugendlichen durch die Jugend- und Bildungsarbeit wird als maßgeblich für eine gelungene Integration dargestellt.
Caroline Schmiedl: Intergenerationelles Lernen im Rahmen des lebenslangen Lernens- am Beispiel des Internationalen Freiwilligendienstes für unterschiedliche Lebensphasen (IFL-Programm). Diplomarbeit. Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie. Freie Universität Berlin. Gutachter: Dr. Birgit Althans, Prof. Dr. Joachim Knoll.
Der Internationale Freiwilligendienst für unterschiedliche Lebensphasen (IFL-Programm) ist ein Modellprojekt des BMFSFJ, welcher Menschen in mittleren und höheren Erwachsenenalter die Möglichkeit eines Auslandaufenthalts in sozialen und ökologischen Projekten bietet. Im Zentrum der Arbeit steht die pädagogische Begleitung von Freiwilligen der mittleren und älteren Lebensphasen im Rahmen des IFL-Programms hinsichtlich der Begegnung der verschiedenen Generationen. Untersucht wird die Fragestellung anhand der Erfahrungen der Teilnehmer an Vor- und Nachbereitungsseminaren in Deutschland. Aufbauend auf der Theorie des lebenslangen Lernens wird die Theorie des Lernens in verschiedenen Lebensphasen bei Erwachsenen dargestellt. Weiterhin geht die Arbeit auf das intergenerationelle Lernen ein und gibt in Anlehnung an die empirischen Daten aus Interviews mit Teilnehmern der Seminare Empfehlungen für die Praxis des IFL-Programms.
Henrike Alexandra Schneider/ Katharina Weitekamp: Die Bedeutung von Auslandsaufenthalten: nationale Identität im interkulturellen Kontext. Diplomarbeit, Institut für Psychologie, TU Carolo-Wilhelmina Braunschweig, Gutachter: Prof.Dr. Werner Deutsch, Prof.Dr. Dieter Lüttge, August 2008.
Unter anderem durch die Austragung der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland wurden die Themen ‚nationale Identität’, Nationalismus’ und ‚Patriotismus’ neu diskutiert. Bisher ist wissenschaftlich noch nicht erwiesen, ob es sich bei ‚nationaler Identität’ um ein festes Einstellungsmaß oder ein veränderbares Konstrukt handelt. Den Ausgangspunkt dieser Diplomarbeit stellt die Darstellung von sozialpsychologischen Theorien der sozialen Identität und der historischen Entwicklung der nationalen Identität der Deutschen dar. Im Mittelpunkt dieser Untersuchung steht die Frage, ob und wie sich die die nationale Identität deutscher Austauschschüler durch einen längeren Auslandsaufenthalt verändert. Hierzu werden mehr als 200 Jugendliche auf Veränderungen ihrer nationalen Identität hin zu verschiedenen Zeitpunkten befragt. Der veränderte Blick auf das Heimatland und ein Ansteigen der Werten, mit denen nationale Identität gemessen wird, ist als Ergebnis der Untersuchung zu formulieren. Abschließend werden die Ergebnisse der Untersuchung diskutiert, in den aktuellen Forschungsstand integriert und zukünftige Forschungsfragen abgeleitet.
Jan Helge Schneider: Selbstorganisation als pädagogisches Prinzip bei den ijgd e.V.-Chancen und Grenzen. Diplomarbeit. Fachbereich Sozialarbeit. Universität Siegen. Gutachterinnen: Dagmar Schulte, Dr. Cornelia Frey- Wegerich.
Die IJGD ist eine gemeinnützige Organisation in Deutschland, die für Jugendliche internationale kurz- und langfristige Freiwilligendienste veranstaltet. Eine wichtige Methode der Seminare sind die gleichberechtigte Verteilung von Pflichten, aber auch die Möglichkeit zur Entfaltung der Einzelnen, ohne oder nur mit geringen Vorgaben durch die Leitung der der Maßnahmen. Inhalt der Diplomarbeit ist die Selbstorganisation innerhalb der Gruppe der Teilnehmer an den Workcamps und Ausbildungsseminaren der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd e.V.). Die Autorin beschreibt das Konzept, die Ziele und Umsetzung der Selbstorganisation bei den IJGD und bezieht in die Analyse systemtheoretische Konzepte nach Luhmann und Probst ein. Im empirischen Teil der Arbeit werden qualitative Interviews mit Mitarbeitern der IJGD in Bezug zur Theorie der Selbstorganisation gesetzt und ausgewertet. Beantwortet werden außerdem Fragen nach Voraussetzungen und Hindernissen auf dem Weg zur Verwirklichung der Selbstorganisation.
Andreas Schulze: Sozialpädagogische Qualifizierung von Fachkräften für Projekte der Kinder- und Jugendarbeit im Kontext von Entwicklungszusammenarbeit, Diplomarbeit, Erziehungswissenschaftliche Fakultät, Universität Erfurt, Gutachter: Prof.Dr.Manfred Eckert, Dr. Siegfriede Huck.
Im Zentrum der Arbeit steht die Frage nach potentiellen Zielgruppen und Methoden für Qualifizierungsmaßnahmen (sozial)pädagogischer Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit, speziell in den Entwicklungsländern im südlichen Afrika. Ausgehend von einer breiten Darstellung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit klärt die Arbeit, inwieweit die EZ bisher die Kinder- und Jugendförderung in ihren Projekten berücksichtigte und wie Defizite zu verbessern sind. Die Arbeit stellt Inhalte, Methoden und Konzepte der Jugendförderung im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung und der Hilfe zur Selbsthilfe dar. Im Zusammenhang damit soll ein sozialpädagogisches Anforderungsprofil für einheimische Fachkräfte der Jugendarbeit erstellt und eine Didaktik zu deren Qualifizierung formuliert werden. Die Idee für diese sozialpädagogische Diplomarbeit entstand während eines mehrmonatigen Aufenthalts des Autors und der Mitwirkung an einem Projekt der Entwicklungszusammenarbeit der ASA in Uganda.
Lars Weißbach: Rock ’n’ Roll vs. Soziale Arbeit? Aspekte Interkultureller Jugendarbeit dargestellt am osteuropäischen Kulturaustausch der Band Die Herren Polaris mit Polen und Tschechien. Diplomarbeit. Katholische Stiftungsfachhochschule München. Abteilung Benediktbeuren. Fachbereich Sozialpädagogik. Gutachter: Prof. Dr. Franz Ebbers, Prof. Dr. Hans Tremmel. Oktober 2005.
Im Zentrum der Arbeit steht der internationale bzw. interkulturelle Austausch in Europa, insbesondere zwischen Jugendlichen Deutschen und jungen Menschen aus Osteuropa.
Ausgehend von theoretischen Konzepten der Interkulturellen Jugendarbeit wird diese in das Themenfeld der Internationalen Jugendarbeit eingeordnet. Das Interkulturelle Lernen bildet einen Schwerpunkt hierbei. Weiterhin werden rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen des internationalen Austauschs Deutschlands mit Polen und Tschechien erläutert. Als künstlerisches Medium der Interkulturellen Jugendarbeit stellt die Diplomarbeit die populäre Musik vor. Der Zusammenhang jugendlicher Lebenswelten und Musik bewirkt den hohen Stellenwert von Musik im Leben von Jugendlicher. Der empirische Teil der Arbeit stellt exemplarisch ein Projekt der Interkulturellen Jugendarbeit in Europa dar. Hierbei handelt es sich um die Konzert- und Workshoptour der Rockband „Die Herren Polaris“, bei der auch der Autor Lars Weißbach als Keyboarder mitwirkte, durch Polen und die Tschechische Republik. Durchgeführt wurde dieses Projekt mit der Unterstützung des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) in Stuttgart. Durch die Evaluation der Konzerttour werden neue Perspektiven für die Entwicklung der Internationalen Jugendarbeit aufgezeigt.
Dunja Valeska Weißenborn: Wegen der Ehre. Das Thema Eheverbrechen im Theater. Diplomarbeit. Fachbereich Sozialwesen. Fachhochschule Koblenz. Gutachter: Prof. Dr. Daniela Braun, Prof. Dr. Günter Friesenhahn. Januar 2007.
In den letzten Jahren hörte man verstärkt von so genannten Ehrenmorden, die teilweise zur Verteidigung von Traditionen dienen sollen.
Ziel der Arbeit ist es, am praktischen Beispiel des Theaterprojekts „Namus- Wegen der Ehre“ zu untersuchen, ob, wie und innerhalb welcher Grenzen das Phänomen der Ehrverbrechen in Deutschland mittels des künstlerischen Mediums Theater thematisiert und bearbeitet werden kann. Es geht dabei vor allem darum, inwieweit durch die Thematisierung im Theater, individuelle und gesellschaftliche Prozesse mitgestaltet werden können. Hierzu geht die Autorin auf Definitionen, Erklärungsansätze und Handlungsmöglichkeiten gegen Ehrverbrechen ein und beschreibt Möglichkeiten und Methoden der Thematisierung durch das Theater. Abschließend wird das genannte Theaterprojekt evaluiert und die Ergebnisse zusammengefasst. So bietet die Bühne einen Ort der Begegnung und des Dialogs zwischen Deutschen und Migranten und sensibilisiert für das Thema Ehrverbrechen.